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Sommer Oper Bamberg 2017 abgesagt

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30.04.201522:21

Ensemble 2015 (I) – Svetlana Merzlova, Königin der Nacht

Svetlana Merzlova stammt aus Russland und absolvierte (jeweils mit Auszeichnung) eine Gesangausbildung am Musikalischen Kolleg (bei S.P. Markov) und am Staatl. Institut für Kunst und Kultur Permsky (bei O.A. Zakharova). Seit 2011 nimmt sie Unterricht bei Kammersängerin Olivera Miljakovic in Wien, seit 2014 auch bei Kammersängerin Edith Lienbacher. 2007 bis 2010 war sie Solistin im Ensemble des Theaters für Oper und Ballet im russischen Syktywkar, ab 2009 sang sie am Musiktheater in Ryazan. Sie war Stipendiatin der Republik Komi und gewann 2011 den Ersten Preis des ›Romansiada‹-Gesangswettbewerbs in Moskau. Svetlana Merzlova war in Russland und auf Gastspielen in Westeuropa u.a. als Königin der Nacht in Mozarts ›Zauberflöte‹, als Violetta in Verdis ›La Traviata‹, als Musetta in Puccinis ›La Bohème‹, oder in der Titelrolle von Donizettis ›Lucia di Lammermoor‹ zu erleben.

Ein paar Fragen an Svetlana Merzlova:

Geboren: in Starodub (Russland, in der Nähe der Weißrussischen Grenze)
Lebt in: Österreich
Stimmfach: Sopran
Rolle: Königin der Nacht

Wenn ich nicht Sängerin geworden wäre, wäre ich heute … noch in Russland.

Als ich zum ersten Mal auf einer Bühne stand, … war das – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Gefühl zwischen Himmel und Hölle. Ich sang die Rosina in der Oper ›Il barbiere di Siviglia‹. Ich musste eine Treppe hinaufsteigen. Die letzten Stufen haben mich meine Füße kaum getragen und, mit einem Blick zum Himmel, habe ich dem klugen Komponisten Rossini gedankt, dass ich nicht sofort singen, sondern nur ein paar fröhliche Worte zu Bartolo hinunterrufen musste. Runter gings dann ganz leichtfüßig und das Publikum verlieh mir förmlich Flügel, wodurch die Aufführung ein voller Erfolg wurde.

Lampenfieber ist ... ist wie ein Gespenst, das verschwindet, wenn ich zu singen beginne.

Ein Leben ohne Musik wäre … vielleicht nicht ganz so schwer, wie ein Leben ohne meine Tochter, aber trotzdem ist es für mich unvorstellbar.

Mein Lieblingsklischee über Sängerinnen? Als Sängerin muss man nicht schwer arbeiten, ein Instrument oder Musiktheorie studieren – nein, man muss nur den Mund öffnen, und ein bisschen Lächeln und Kokettieren, alles andere hat die Natur schon für einen gemacht.

Wohin würde ich reisen, wenn ich eine Zeitreise unternehmen könnte?
Das weiß ich nicht, mich interessiert immer nur, wohin im Moment die Reise geht – also in die Zukunft.

Meine Lieblingsfigur (nicht: Gesangspartie) aus einer Mozart-Oper ist ... Konstanze [aus ›Die Entführung aus dem Serail‹] – weil sie ein unglaubliches Zeugnis für die Liebe ablegt.

Die Königin der Nacht … wollte ich schon immer auf der Bühne singen. Es schien unerreichbar. Ich bin daher demütig und dankbar, diese Rolle singen zu dürfen.

Wenn ich ein Orchesterinstrument spielte, dann wäre es ... die Geige, weil sie mein Herz am stärksten berührt. 

Bei der SOB habe ich mich beworben, weil … ich natürlich sofort von diesem Konzept begeistert war, aber auch, weil das Schicksal mich dort hingeführt hat. Eigentlich ist es unglaublich, durch welche Zufälle man geleitet wird. Mal sehen an welchen Ort ich noch komme ...

An Bamberg reizen mich … der vorbildliche Umgang mit Kunst, Kultur und Tradition. Die Stadt hat Charme und irgendwie habe ich mich gleich in sie verliebt..

In zehn Jahren möchte ich … viele Leute mit und für Musik begeistert haben, aber auch rückblickend sagen können, dass es auch mit Familie und Kind möglich ist, als Sängerin erfolgreich zu sein.

Diese Musik höre ich momentan am liebsten: Ich bin überall dort zu Hause, wo ich herzerfrischende, klassische Musik, gepaart mit Humor, Sinnlichkeit und Romantik, vorfinde. Damit meine ich zum Beispiel: Fledermaus, Ariadne auf Naxos, Il Babiere di Seviglia, Les Contes d´Hoffmann ...

Wenn ich nicht singe, … dann träume ich von Sonne, Strand und Mee(h)r, doch halt! – mein Akkordeon, mein Klavier und meine Familie fehlen mir doch sehr.

Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament? Schnelleroso – grazioso – amoroso.