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13.06.201500:50

Ensemble 2015 (VIII) – Ludwig Obst, Bariton

Der Bariton Ludwig Obst begann seine musikalische Ausbildung beim Tölzer Knabenchor, wo er als Schüler von Prof. Gerhard Schmidt-Gaden erste solistische Erfahrungen an Opernhäusern sammelte. Er studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, zunächst bei Hanno Müller-Brachmann und seit 2011 bei Prof. KS Bernd Riedel. Weitere Impulse erhielt er von Júlia Várady, Peter Berne, Wolfram Rieger, Thomas Quasthoff, Wolfgang Katschner und Christine Schäfer. Ab September 2015 wird er sein Studium an der Guildhall School of Music and Drama London bei Prof. Rudolf Piernay fortführen.

Als Solist arbeitet er regelmäßig mit den Ensembles Lautten Compagney und Musica Sequenza sowie der Sing-Akademie zu Berlin und dem Staats- und Domchor Berlin zusammen. Er sang bei den Händelfestspielen Halle, am Theater Bonn sowie beim Trigonale – Festival für alte Musik in Kärnten. 2015 folgt das Debüt bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Er gibt außerdem regelmäßig Liederabende. Ludwig Obst ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

 

Ein paar Fragen an Ludwig Obst

Geboren: 1991 in München
Lebt:
in Berlin, ab Herbst in London
Stimmfach:
Bariton
Rollen: Papageno

Wenn ich nicht Sänger geworden wäre, wäre ich heute …
ziemlich leer.

Als ich zum ersten Mal auf einer Bühne stand, ... strahlte dieser Raum der Phantasie eine so große Faszination aus, dass mir klar war, dass ich diesen Raum wieder betreten möchte.

Lampenfieber ist … Fluch und Segen.

Ein Leben ohne Musik wäre … stumm.

Mein Lieblingsklischee über Sänger/innen? Sie essen gern und gut.

Wenn ich eine Zeitreise unternehmen könnte, würde ich ... nach Wien und Paris reisen, um die Jahrhundertwende.

Meine Lieblingsfigur aus einer Mozart-Oper ist ... Don Giovanni: Eine vielschichtige Figur. Lebemann, Rebell, Verführer, Faszinationsobjekt, Opfer der Erwartungshaltung seiner Umgebung. Die anderen Figuren projizieren ihre eigenen Sehnsüchte auf ihn. Sein Untergang ist determiniert, aber er bleibt sich selber treu und legt nicht viel Wert auf die Meinung der anderen.

An Papageno schätze ich besonders? Er ist Sympathieträger. Er folgt den ursprünglichsten Trieben der Menschen und sehnt sich nach Liebe. Er ist authentisch, unbeschwert und natürlich, nicht verkopft. Während Tamino immer noch über den richtigen Eingang in den Palast philosophiert, hat er Pamina bereits gefunden und versucht nun, mit ihr zu fliehen, was sich bekanntlich als nicht ganz so einfach erweisen wird.

Wenn ich ein Orchesterinstrument spielte, wäre es ... das Fagott. Meiner Meinung nach das der menschlichen Stimme am Nächsten kommende Instrument. Und dazu ein sehr lässiges.

Bei der SOB habe ich mich beworben, ... weil hier junge Musiker aus aller Welt zusammenkommen, gegenseitig voneinander lernen und in einer herrlichen Umgebung eine wunderbare Oper erarbeiten und aufführen.

An Bamberg reizt mich ... die schöne, erhaltene Altstadt am Wasser und das gute Essen/Trinken.

In zehn Jahren möchte ich … immer noch davon überzeugt sein, die richtige Berufswahl getroffen zu haben. Mein Traum wäre es, an einem schönen Haus den ›Barbier von Sevilla‹ zu singen.

Diese Musik höre ich momentan am liebsten: Morgens Bach, Händel und Schubert. Abends Bummbummbumm.

Wenn ich nicht singe, … klebe ich Noten und trinke Salbeitee.

Diese Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament? Allegro curioso.