Bewerbung

Alle Infos auf einen Blick

Sommer Oper Bamberg 2017 abgesagt

Mehr lesen ...

06.05.201514:28

Ensemble 2015 (II) – Johannes Schwendinger, 2. Geharnischter / 1. Priester / Sprecher

Foto: Benjamin Hofer

Johannes Schwendinger stammt aus Bregenz, wo er bereits mit 14 Jahren auf der Bühne des Festspielhauses das Knabensolo in Puccinis ›Tosca‹ singen durfte. Nach dem Erwerb seines Operndiploms an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Regine Köbler studiert er nun im Lied-und-Oratorium-Masterstudiengang bei Gabriele Lechner und Robert Holl.

Der junge Bass sammelte u.a. Bühnenerfahrung bei Produktionen der Bregenzer Festspiele, dem Vorarlberger Landestheater, den Innsbrucker Festwochen, dem Carinthischen Sommer, der Styriarte, dem Wiener Osterklang und dem Festival Cultural Origen. Er sang unter Dirigenten wie Erwin Ortner, Johannes Hiemetsberger, Alexander Drcar, Jordi Savall, Luca Piancaund Cornelius Meister.

Höhepunkte waren die Titelrolle in der Uraufführung des Händel-Fragments ›Gensericos Rache‹ bei den Händelfestspielen Halle (2012), der Jäger in J. Weinbergers ›Wallenstein‹ mit dem ORF Radio-Symphonieorchester unter C. Meister im Wiener Konzerthaus (2012), Haydns ›Die Schöpfung‹ in Göttingen (2013) und Schumanns Oratorium ›Das Paradies und die Peri‹ im Wiener Konzerthauses (2013). In der Saison 14/15 singt er u.a. den Kuno (›Der Freischütz‹) in Obersaxen, ›Die 7 Todsünden‹ am Volkstheater in Wien und den Zuniga (›Carmen‹) am Vorarlberger Landestheater in Bregenz.


Ein paar Fragen an Johannes Schwendinger:

Geboren: 1985 in Bregenz, Österreich
Lebt in: Wien
Stimmfach: Bass
Rollen: 2. Geharnischter / 1. Priester / Sprecher

Wenn ich nicht Sänger geworden wäre, wäre ich heute … Lehrer.

Als ich zum ersten Mal auf einer Bühne stand, … war ich knapp 9 Jahre alt. Ich war sehr nervös und wurde komplett heiser.

Lampenfieber ist ... vermeidbar. Im Idealfall, nach einer konzentrierter Vorbereitung und einer guten Stimmung in der Produktion, ist vor dem Auftritt eine leichte Nervosität vorhanden, die mir hilft, mich zu konzentrieren.

Ein Leben ohne Musik wäre … »A schaas« (wienerisch für ...). Im Ernst, ich bin davon überzeugt, dass Kunst als Seelennahrung unglaublich wichtig für die Menschen und eine liebevolle Gesellschaft ist.

Mein Lieblingsklischee über Sängerinnen? Da fällt mir spontan eine Handzeichnung eines wohl amerikanischen Gesangslehrer ein. Er illustriert, was Sängerinnen und Sänger während des Singens »denken«: [Externer Link]

Wohin würde ich reisen, wenn ich eine Zeitreise unternehmen könnte?
1966, Berlin, Jesus-Christus-Kirche. Joseph Haydns ›Die Schöpfung‹ wird aufgenommen. Fritz Wunderlich singt ›Mit Würd’ und Hoheit angetan‹. Karajan schöpft dabei aus dem Vollen: Gundula Janowitz, Christa Ludwig (für knapp 10 Takte), Dietrich Fischer-Dieskau und Walter Berry mit dem Wiener Singverein und den Berliner Philharmonikern.

Meine Lieblingsfigur (nicht: Gesangspartie) aus einer Mozart-Oper ist ... Papageno, der ist mir am sympathischsten. Er führt ein vermeintlich einfaches Leben. Aber er braucht keinen elitären Geheimbund. Für ihn sind alle Menschen – zumindest nach zweiter Betrachtung – gleich. Und er liebt das Leben mit Wein, süßen Feigen und seiner Familie.

An meinen Rollen schätze ich besonders … das musikalische Gespräch mit Tamino (und dem Herrenchor) in der »Sprecherszene«. Meine letzte Phrase und dann der Männerchor haben ganz große »Ohrwurmqualität«.

Wenn ich ein Orchesterinstrument spielte, dann wäre es ... die Geige. Noch vor der Schule begann ich mit dem Geigenunterricht und habe mit der Geige auch eine Zeitlang am Konservatorium studiert. Nach dem Stimmbruch wollte ich mich aber ganz auf das Singen konzentrieren.

Bei der SOB habe ich mich beworben, weil … mir das Konzept gefällt: eine Oper zusammen mit anderen jungen Künstlerinnen und Künstlern kombiniert mit einer interessanten Förderung (besonders freue ich mich auf den Meisterkurs bei Frau Kirchschlager) . Dazu kommt noch, dass es mir die ›Zauberflöte‹ angetan hat. Ich mag die Musik und den Inhalt sehr. So erhoffe ich mir neben einem tollen Sommer auch hilfreiche Impulse für meine Sängerlaufbahn.

Was reizt mich an Bamberg? Ein guter Freund, der bei einer vergangenen Produktion der Sommeroper dabei war, hat mir von der so tollen Bamberger Wirtshauskultur vorgeschwärmt.

In zehn Jahren möchte ich … mich gerne an eine erfolgreiche Zeit mit vielen neuen Bekannten in Bamberg erinnern können. Eine erste Zauberflötenproduktion, auf die noch die eine oder andere folgten.

Diese Musik höre ich momentan am liebsten: ›La Bohème‹ von Puccini – mein erster Colline steht vor der Türe ...

Wenn ich nicht singe, … atme ich weiter.

Welche Tempobezeichnung entspricht am ehesten meinem Temperament? Chaosissimo, ma structutrato